
Ina Stoertzenbach
Die in Stuttgart geborene Dirigentin Ina Stoertzenbach hat seit dem Wintersemester 2024/25 die Leitung des Abaco Orchesters MĂŒnchen inne.
In der Spielzeit 2023/24 war sie Dirigentin im Humperdinck Fellowship beim Theater und Orchester Neubrandenburg Neustrelitz und leitete dort unter anderem Vorstellungen im Musiktheater (FreischĂŒtz, Fledermaus, Ein Walzertraum), Schul- und Familienkonzerte, die Adventskonzerte, sowie die Produktion â,Bastien und Bastienneâ. In der Spielzeit 2024/25 kehrte sie fĂŒr zwei Wiederaufnahmen als Gast zurĂŒck ans Landestheater Neustrelitz. Im Sommer 2023 arbeitete sie als Musikalische Assistentin und Solorepetitorin bei den Opernfestspielen 22 Heidenheim (Verdi: Don Carlo und Giovanna DâArco, UA Landymore: Der Zauberer von Oz).
Ina Stoertzenbach war 2021/22 Stipendiatin der Dirigierakademie der Bergischen Symphoniker. Sie arbeitete mit Orchestern wie den Stuttgarter Philharmonikern, der Norddeutschen Philharmonie Rostock und dem Orquestra SimfĂłnica de les Illes Balears zusammen. Sie leitete Projekte des Bundesschulmusikorchesters (Mahler 1. Symphonie), der Jungen Norddeutschen Philharmonie und des Jungen Ensemble Berlin. Des weiteren setzt sie sich intensiv fĂŒr Musikvermittlung und die Entwicklung neuer Konzertformate ein, z.B. durch die GrĂŒndung einer Beethovenreihe mit dem Ensemble LouisE in Freiburg oder bei einer Kammeroper-Produktion von HĂ€nsel und Gretel mit dem MikroOrchester MĂŒnchen. Sie ist Masterstudentin der Dirigierklasse von Marcus Bosch und Georg Fritzsch an der HMT MĂŒnchen. Zuvor absolvierte sie dort den Bachelor Orchesterdirigieren, davor ein Studium der Schulmusik und Kirchenmusik an der HfM Freiburg. 2019/20 war sie Kantorin an der Ev. Ludwigskirche. Sie wurde gefördert vom FrauenFörderStipendium und dem Deutschlandstipendium der HfM Freiburg und HMT MĂŒnchen.
Weitere Informationen: https://tog.de/person/ina-stoertzenbach
FrĂŒhere Dirigenten des Abaco
2022 â 2024: Alexander Sinan Binder
2018 â 2022: Vitali Alekseenok
2011 â 2018: Joseph Bastian
2011: Ralf Sochaczewsky
2008, 2009 â 2010: Ekkehard Hauenstein
2005 â 2008, 2009: Olivier Tardy
2004 â 2005: Volker Hiemeyer
1999 â 2004: Markus Poschner
1997 â 1999: Alexander Briger
1995 â 1997: Alexander Liebreich
1994 â 1995: Georgios Vranos
1991 â 1994: Julian Gibbons
1988 â 1991: Thomas Mandl
Vitali Alekseenok (2018 – 2022)
Vitali Alekseenok war von April 2018 bis Juni 2022 Chefdirigent und musikalischer Leiter des Abaco-Orchesters. Als PreistrÀger des MDR Dirigierwettbewerbes 2018 dirigierte er zuvor bereits das MDR Sinfonieorchester, die Lucerne Festival Strings, die Staatskapelle Weimar, die Karlsbader Symphoniker, das Philharmonische Orchester Jena, Gotha, Lviv, Hradec Kralove u. v. m.
Als Gastdirigent war er schon bei vielen internationalen Festivals tĂ€tig. So nahm er im Jahr 2017 und 2018 bei dem LvivMozArt Festival in der Ukraine teil und wurde vom INSO Orchester Lviv fĂŒr die Vorbereitungsphase fĂŒr den Brahms Wettbewerb in Pörtschach erneut eingeladen. Er leitete im ukrainischen Kriegsgebiet zwei internationale Projekte: âMusik ĂŒberwindet Mauernâ und âMusic and Dialogueâ. Er dirigierte Strawinskys âGeschichte vom Soldatenâ in St. Petersburg, sowie im Rahmen der Mahler Reihe eine Konzertserie mit dem âLied von der Erdeâ in ThĂŒringen.
Auch im Opernbereich arbeitete Vitali Alekseenok bereits als Dirigent, Assistent und Studienleiter an HĂ€usern wie dem Theater an der Wien, der Bayerischen Staatsoper, dem Teatre del Liceu Barcelona, der Oper Graz, sowie am Deutschen Nationaltheater Weimar, der Varna Opera und dem Teatro Mancinelli in Italien. Seine Engagements fĂŒhrten ihn zur Zusammenarbeit mit zahlreichen Solisten, wie beispielsweise im Opernbereich mit Anja Kampe, Albert Dohmen, Iris Vermillion, Okka von der Damerau, Sir Willard White, Lena Belkina, Anatoli Kocherga, Manuela Uhl, Tetiana Miyus, Yuri Samoilov, Tetiana Zhuravel; im Instrumentalbereich mit Vivi Vassileva, Sebastian Klinger, Lionel Cottet, Alexey Stadler, Antony Baryshevsky u.a.
Als Assistent kooperierte Vitali Alekseenok eng mit Oksana Lyniv, sowie Maurizio Barbacini, Roland Kluttig und Johannes Klumpp. Hierbei sammelte er neben vielen Opernproduktionen auch Erfahrungen mit mehreren Jugendorchestern wie den LJOs Bayern, Baden-WĂŒrttemberg, Bremen, Sachsen und der Neue Philharmonie MĂŒnchen und eignete sich ein breites Repertoire mit Werken von Mahler, Strauss, Schostakowitsch, Ligeti oder Ravel an.
Vitali Alekseenok ist GrĂŒnder und kĂŒnstlerischer Leiter des âensemble paradigmeâ, mit dem er Werke von Komponisten des 20. und 21. Jh. auffĂŒhrt, wie z.B. von Webern, Grisey, Murail, SzymaĆski, Arnecke, sowie Urauf-fĂŒhrungen von Komponisten jĂŒngerer Generationen. Zusammen mit seinem Ensemble hat er eine Neuproduktion der Oper âWeiĂe Roseâ von Udo Zimmermann am Theater Belvedere Weimar im Herbst 2018 aufgefĂŒhrt.
Vitali Alekseenok wurde 1991 in Belarus geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung am St. Petersburger Konservatorium bei Prof. Alexander Alekseev, sowie an der Hochschule fĂŒr Musik FRANZ LISZT Weimar bei Prof. Nicolas Pasquet, Gunter Kahlert und Ekhart Wycik. Er nahm an Meisterkursen von u.a. Bernard Haitink, Bruno Weil, Peter Stark, Marco Guidarini und RĂŒdiger Bohn teil.
Weitere Informationen: alekseenok.com
Joseph Bastian (2011 â 2018)
âEinen sensationellen Einstandâ (AZ) feierte Joseph Bastian 2016, als er beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mitten in einer Konzertwoche einsprang. Kurze Zeit darauf gewann er den Neeme JĂ€rvi Preis des Gstaad Menuhin Festivals und wurde eingeladen, das Gstaad Festival Orchestra auf Tournee mit den Pianistinnen Khatia und Gvantsa Buniatishvili zu dirigieren.
In letzter Zeit debĂŒtierte er beim MĂŒnchener Kammerorchester, dem Basler Sinfonieorchester, der Deutschen Radiophilharmonie SaarbrĂŒcken-Kaiserslautern, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz sowie den NĂŒrnberger Symphonikern.
Weitere DebĂŒts in dieser Spielzeit stehen u. a. bei den Bremer und Duisburger Philharmonikern, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Orchestre Philharmonique Royal de LiĂšge, dem Berner Symphonieorchester und dem Musikkollegium Winterthur an.
2018 kehrt Joseph Bastian zurĂŒck ans Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und des Sinfonieorchesters Basel und wird sein Japan-DebĂŒt beim Yomiuri Nippon Symphony Orchestra geben.
Als Assistent hat er eng mit Mariss Jansons, Daniel Harding und Vladimir Jurowski gearbeitet. Er besuchte Meisterkurse mit David Zinman, Neeme JĂ€rvi, Jorma Panula und Bernard Haitink.
Seit 2011 ist er musikalischer Leiter des Abaco-Orchesters der UniversitĂ€t MĂŒnchen, mit dem er im Oktober 2017 erstmals im Goldenen Saal des Wiener Musikverein auftrat.
1981 in Forbach (Frankreich) geboren, studierte Joseph Bastian Posaune an der Hochschule fĂŒr Musik Saar. Er spielte im Gustav Mahler Jugendorchester unter Claudio Abbado und Pierre Boulez und wurde 2002 in die Orchesterakademie der MĂŒnchner Philharmoniker aufgenommen. 2003 folgte ein Engagement am Nationaltheater Mannheim. Seit 2004 ist er Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Weitere Informationen: https://josephbastian.com/
Ralf Sochaczewsky (2011)
Ralf Sochaczewsky wurde und fĂŒr das âKlagende Liedâ im Wintersemester 2010/2011 von Cantus Domus fĂŒr das Abaco-Orchester ĂŒberlassen.
Zu den zahlreichen TĂ€tigkeiten Ralf Sochaczewskys zĂ€hlt auch die Leitung der Berliner Chöre Cantus Domus und Ensemberlino Vocale, mit welchen er seit LĂ€ngerem erfolgreich an Wettbewerben teilnimmt und regelmĂ€Ăig anspruchsvolle, teils ausgefallene musikalische Projekte zur AuffĂŒhrung bringt.
Sein Engagement als Chor-Dirigent begann Ralf Sochaczewsky als Assistant-Conductor beim Chor des NiederlĂ€ndischen Rundfunks. Seitdem arbeitet er regelmĂ€Ăig mit Chören wie dem Rias-Kammerchor, dem Berliner Rundfunkchor, dem Choeur de Radio France, dem Ernst-Senff-Chor, Cappella Amsterdam und dem Prager Philharmonischen Chor zusammen. Mit Capella Cracoviensis verbindet ihn eine regelmĂ€Ăige Zusammenarbeit. In der Saison 2010/2011 wird er erstmals als Gastdirigent mit Cappella Amsterdam konzertieren.
Seine Ausbildung verbindet ihn eng mit der deutschen Hauptstadt: Ersten Dirigierunterricht erhielt Ralf Sochaczewsky bei Prof. Grube und Marc Piollet an der UniversitĂ€t der KĂŒnste Berlin. SpĂ€ter studierte er an der Hochschule fĂŒr Musik âHanns Eislerâ Orchesterdirigieren bei Prof. Reuter und Chordirigieren bei Prof. Weigle. Von 2003 bis 2005 wurde er vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrats gefördert.
Mittlerweile hat Ralf Sochaczewsky unter anderem das London Philharmonic Orchestra, das Konzerthausorchester, das Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig, die Brandenburger Sinfoniker und das Kammerorchester der Minsker Philharmonie dirigiert, mit dem ihn seither eine regelmĂ€Ăige Zusammenarbeit verbindet. Seit der Saison 2008/09 ist er Assistant-Conductor von Vladimir Jurowski beim London Philharmonic Orchestra und wurde nach seinem erfolgreichen Debut im Juni 2009 fĂŒr ein weiteres Konzert im Mai 2010 in der Royal Festival Hall verpflichtet. Im Sommer 2008 war er Assistant-Conductor bei der UrauffĂŒhrung der Oper âLove and other Demonsâ von Peter Eötvös in Glyndebourne. 2010 wird er fĂŒr die Produktion von Stravinskys âThe Rakeâs Progressâ dorthin zurĂŒckkehren. Die Opera National du Rhin hat ihn eingeladen, im Herbst 2010 âLove and other Demonsâ in Strasbourg und Mulhouse zu dirigieren.
Weitere Informationen: ralf-sochaczewsky.de
Ekkehard Hauenstein (2008, 2009 â 2010)
Ekkehard Hauenstein erhielt er seine Ausbildung in den zwei parallelen HauptstudiengĂ€ngen Orchesterdirigieren und Querflöte an den Hochschulen fĂŒr Musik und Theater in MĂŒnchen, Dresden, Stuttgart, Genf und Salzburg bei den Professoren Hermann Michael, Michel Plasson, Paul Meisen, Maxence Larrieu und Irena Grafenauer. WeiterfĂŒhrende Meisterstudien fĂŒhrten ihn zu Sergiu Celibidache, Maurice Bourgue, AurĂšle Nicolet, und nicht zuletzt zu Sir Colin Davis und Carlos Kleiber. Er errang zahlreiche erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, u.a. beim âDeutschen Musikwettbewerbâ, âConcertino Pragaâ, beim âDeutschen Orchesterwettbewerbâ und âPacem in terrisâ; beim Internationalen Dirigierwettbewerb in Glasgow erhielt er den ersten Preis und wurde zum âLaird of Glencairnâ ernannt. Neben seiner TĂ€tigkeit als Soloflötist in verschiedenen Symphonie- und Kammerorchestern und freischaffender Dirigent widmet er sich eingehend der Kammermusik in mehreren, von ihm gegrĂŒndeten Ensembles und solistischen Auftritten mit renommierten internationalen Orchestern, sowie Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Er ist regelmĂ€Ăiger Gast wichtiger nationaler und internationaler Musikfestivals. Als Leiter des klassischen BlechblĂ€serensembles âMĂŒnchner Blechreizâ wurde er erster PreistrĂ€ger des Deutschen Orchesterwettbewerbs 2008, in diesem Jahr wurde er auch Chefdirigent des Abaco-Orchesters. Als Gastdirigent verschiedener renommierter Orchester dirigierte er u.a. auch die âAccademia die Trentoâ auf einer groĂen Skandinavien-Tournee und bereits mehrfach das âCambridge Chamber Orchestraâ mit groĂen Symphoniekonzert-Programmen in London; im Jahr 2009 ĂŒbernahm er die Position des Chefdirigenten des renommierten âFestival MĂșsica Mallorcaâ. Im Jahr 2007 grĂŒndete er zusammen mit Roland Schmid das MĂŒnchner Orchester der Bayerischen Brass Band Akademie, die âBrassBand MĂŒnchenâ, deren kĂŒnstlerischer Leiter er seitdem ist.
Olivier Tardy (2005 â 2008, 2009)
Die musikalische Laufbahn des 1973 in Clermont-Ferrand geborenen Olivier Tardy begann zunĂ€chst als Flötist. Nach seinem Studium in Paris wurde er 1995 in die Karajan-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters aufgenommen. Es folgten Gastengagements als Solo-Flötist u.a. beim Berliner Philharmonischen Orchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Seit 1996 ist Olivier Tardy Solo-Flötist der Bayerischen Staatsoper. Schon wĂ€hrend des Studiums begann er mit dem Dirigieren. Seine eigentliche Karriere als Dirigent begann 2002, als er bei der Internationalen Jungen Orchesterakademie Bayreuth verpflichtet wurde. Im Rahmen der Konzertreihe âXX/XXIâ beauftragte ihn die Bayerische Staatsoper mit der Leitung einzelner AuffĂŒhrungen in der Pinakothek der Moderne. Olivier Tardy ist seit 2005 Chefdirigent des Orquesta del Festival de MĂșsica Mallorca sowie Leiter des Abaco-Orchesters. DarĂŒber hinaus war er Dirigent des ATTACCA-Jugendorchesters der Bayerischen Staatsoper sowie bei der Kammeroper MĂŒnchen.
Weiter Informationen: www.oliviertardy.de
Volker Hiemeyer (2004 â 2005)
Volker Hiemeyer wurde in Ulm geboren und studierte Klavier an der MĂŒnchner Musikhochschule. Gleichzeitig erhielt er Unterricht in Liedgestaltung bei Helmut Deutsch. Er ist Stipendiat der Yehudi-Menuhin-Stiftung âLife Music Nowâ. 1997 begann er ein Dirigierstudium bei Hermann Michael und Bruno Weil. Von 2001 bis 2003 war er KĂŒnstlerischer Leiter des Kammerorchesters Weilheim. Das Abaco-Orchester leitete er von 2004 bis 2005. Als Gast dirigierte er das Philharmonische Orchester Bad Reichenhall, das Georgische Kammerorchester Ingolstadt und die MĂŒnchner Symphoniker. Als Pianist arbeitete er u.a. mit der Geigerin Julia Fischer zusammen. Er konzertierte u.a. in der Philharmonie Madrid, der Wigmore Hall in London und dem MĂŒnchner Prinzregententheater. Seit 2005 ist er Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung am Theater Aachen, seit der Spielzeit 2015/2016 Zweiter Kapellmeister am Staatstheater NĂŒrnberg.
Markus Poschner (1999 â 2004)
Der gebĂŒrtige MĂŒnchner (Jahrgang 1971) studierte an der dortigen Musikhochschule und assistierte Sir Roger Norrington und Sir Colin Davis. Markus Poschner dirigierte das Abaco-Orchester von 1999 bis 2004. Von 2000 bis 2006 leitete er das Georgische Kammerorchester Ingolstadt. Mit dem Deutschen Dirigentenpreis 2004 ausgezeichnet ĂŒbernahm er im folgenden Jahr die Stelle des Ersten Kapellmeisters an der Komischen Oper Berlin. Er war als Gastdirigent bei nahezu allen groĂen deutschen Symphonieorchestern zu erleben, u.a. beim WDR-, NDR-, HR-, und MDR-Symphonieorchester, dem RSO Stuttgart, den Bamberger Symphonikern, den MĂŒnchner, Stuttgarter und Dresdner Philharmonikern sowie dem Konzerthausorchester und Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. 2007 ĂŒbernahm Markus Poschner die Position des Generalmusikdirektors der Bremer Philharmoniker und des Theaters Bremen, seit 2017 Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz.
Weitere Informationen: markusposchner.de
Alexander Briger (1997 â 1999)
Alexander Briger wurde 1969 in Sydney (Australien) geboren. Dort studierte er zunĂ€chst Violine und Dirigieren, spielte u.a. an der Sydney Opera und grĂŒndete ein eigenes Kammerorchester. Von 1992 bis 1994 studierte er Dirigieren am Richard-Strauss-Konservatorium MĂŒnchen. 1995 grĂŒndete er die International Youth Orchestra Academy. Alexander Briger dirigierte das Abaco-Orchester von 1997 bis 1999. 1998 gab er sein DebĂŒt als Dirigent an der Sydney Opera. Seine Karriere fĂŒhrte ihn in den letzten zehn Jahren u.a. an das Royal Opera House Covent Garden, zur English National Opera sowie zu den Festivals in Glyndebourne, Aldeburgh und Aix-en-Provence. Er ist regelmĂ€Ăiger Gast beim London Philharmonic Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Orchestre de Paris sowie bei der Birmingham Contemporary Music Group, mit welcher er bei den Londoner Proms debĂŒtierte.
Weitere Informationen: alexanderbriger.com
Alexander Liebreich (1995 â 1997)
Alexander Liebreich wurde 1968 in Regensburg geboren und studierte zunĂ€chst romanische Sprachen und Musikwissenschaft in seiner Heimatstadt; daneben leitete er den Regensburger Kammerchor, den er bereits mit 17 Jahren gegrĂŒndet hatte. Er setzte seine Studien an der Hochschule fĂŒr Musik und Theater in MĂŒnchen fort und beschloss sie 1996 mit Auszeichnung in den FĂ€chern Dirigieren und Gesang. Er war von 1995 bis 1997 Dirigent des Abaco-Orchesters, bevor er eine Stelle als Assistenzdirigent beim niederlĂ€ndischen Rundfunksinfonieorchester in Hilversum erhielt. In den folgenden Jahren dirigierte Alexander Liebreich verschiedene international renommierte Orchester, darunter das Concertgebouw Orchester Amsterdam sowie die MĂŒnchner Philharmoniker. Ein besonderer Schwerpunkt seines Repertoires liegt im Bereich der zeitgenössischen Musik. Er gilt heute als einer der fĂŒhrenden deutschen Dirigenten seiner Generation und ist seit 2006 KĂŒnstlerischer Leiter des MĂŒnchener Kammerorchesters.
Weitere Informationen: alexanderliebreich.de
Georgios Vranos (1994 â 1995)
Georgios Nakis Vranos wurde 1994 zum Dirigenten des Abaco-Orchesters gewĂ€hlt. Mit 20 Jahren schloss er das Nationalkonservatorium in Athen mit dem Konzert-Diplom im Fach Klavier ab. Seit 1990 studierte er als Stipendiat der Athener Onassis-Stiftung Dirigieren im Hauptfach, zunĂ€chst in Graz, dann an der Musikhochschule MĂŒnchen. Nach seinem Studium war er an den Theatern in Pforzheim, Regensburg und Coburg. Seit 2010 ist er Professor fĂŒr Orchesterdirigieren an der Makedonischen UniversitĂ€t Thessaloniki und seit Juni 2014 KĂŒnstlerischer Leiter des Staatlichen Orchesters Thessaloniki. AuĂerdem dirigiert er regelmĂ€Ăig als Gast an der Nationaloper Athen und bei den anderen Sinfonieorchestern Griechenlands.
Weitere Informationen: Website von Georgios Vranos
Julian Gibbons (1991 â 1994)
Julian Gibbons wurde 1966 in Bournemouth, England geboren. WĂ€hrend seines Geschichtsstudiums an der Durham UniversitĂ€t baute er das âSt. Johnâs College Orchestraâ auf, welches sich unter seiner Leitung rasch vom Kammer- zum Symphonieorchester wandelte. 1989 ging Julian Gibbons nach Deutschland, um in MĂŒnchen (bei Wolfgang Gaag), WĂŒrzburg und Basel Horn zu studieren. WĂ€hrend seiner Zeit in MĂŒnchen war er zuerst solistisch im Abaco-Orchester tĂ€tig, bevor er dort 1991 zum Dirigenten gewĂ€hlt wurde. Er leitete das Orchester bis 1994. Heute lebt Julian Gibbons in Basel. Als Hornlehrer unterrichtet er an der Musikschule Bad SĂ€ckingen und veranstaltet jedes Jahr das âHornwochenende Todtmoosâ fĂŒr 60 Hornisten. Als Dirigent leitet er das âVerbandsjugendorchester Hochrheinâ, ein regionales Auswahl-Blasorchester und sein selbstgegrĂŒndetes Sinfonieorchester Trirhenum Basel. 2001 rief Julian Gibbons das âBISYOC Intercultural Youth Orchestral Exchangeâ ins Leben, zu welchem jeden Sommer 80 Jugendliche aus ganz Europa zusammenkommen. WĂ€hrend 10 Tagen werden mit einem internationalen Dozententeam anspruchsvolle sinfonische Werke einstudiert.
Thomas Mandl (1988 â 1991)
Thomas Mandl ist MitbegrĂŒnder des Abaco-Orchesters (1988) und leitete es bis 1991, daneben war er Assistent von Gerhard Schmidt-Gaden beim Tölzer Knabenchor. Er absolvierte sein Staatsexamen nach einer Ausbildung in Klavier, Trompete und Violoncello an der Musikhochschule Stuttgart und besuchte gleichzeitig Dirigierkurse u.a. bei Sergiu Celibidache. 1991 grĂŒndete er in Kiew das Kammerorchester der Philharmonie Odessa und trat 1995 die Stelle des Ersten Kapellmeisters am Ulmer Theater an. Seit 2003 ist Thomas Mandl Chefdirigent der Bad Reichenhaller Philharmonie. Gastdirigate fĂŒhrten ihn zum Ukrainischen Staatsorchester Kiew, ans Maly Theater St. Petersburg, zur Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, zu den MĂŒnchner Symphonikern, der Philharmonia Hungarica Marl, der Staatskapelle Schwerin, den BĂŒhnen Graz und dem Deutschen Kammerorchester Berlin.
Weitere Informationen: thomasjmandl.de